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Naturschutzgebiet Essigberg/Hörnle

Bereits seit dem Jahr 2000 ist der südost- bis südwestexponierte Muschelkalkhang des tief und steil eingeschnittenen Klingenbachtals im Gewann „Hörnle/Essigberg“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dieses idyllisch und landschaftlich sehr reizvoll gelegene Gebiet wird geprägt von großflächigen Trockenrasenbereichen, von Trockenmauern und Steinriegeln als Zeugnisse früherer Bewirtschaftung, von thermophilem Wald und einer markanten Muschelkalkklinge.

 

 

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Das Gebiet selbst ist ca. 20 Hektar groß. Der gesamte Hang war früher in Wein- und Ackerbaunutzung, die seit dem 19. Jahrhundert kontinuierlich aufgegeben wurde. Die letzten Weinberge fielen Mitte des 20. Jahrhunderts brach oder wurden in Grünland überführt. Mächtige, talabwärts aufgeschichtete Lesesteinriegel und zahlreiche Trockenmauern sind Zeugen der jahrhundertelangen mühseligen Bewirtschaftung. Besonders hervorzuheben ist der große Reichtum an geschützten, schonungsbedürftigen und gefährdeten Orchideen, von denen das Helmknabenkraut, die Bienen-Ragwurz und die Hummel-Ragwurz in üppigen Beständen vorkommen.

 

In den letzten Jahren konnten einige Eigentümer dazu gewonnen werden, ihre Flächen wieder zu mähen, so dass der Charakter des Gebietes erhalten bleibt bzw. der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird. Maßgeblich für diese positive Entwicklung ist das Engagement des gebürtigen Roigheimers Hans Zweig (Obersulm), der, gemeinsam mit seiner Frau, ehrenamtlich zahlreiche Grundstücke fachgerecht pflegt und bis zum heutigen Tage Natursteinmauern saniert.

 

NSG Essigberg 3

 

Ziel hierbei ist die Erhaltung und Entwicklung des trocken-warmen Lebensraumkomplexes mit Magerrasen und Magerwiesen in Kombination mit Gehölzen und auch jüngeren Brachestadien. Dem Wanderer, der beim Begehen dieses Gebietes den vorhandenen Weg nicht verlassen darf, bietet sich eine überragende Aussicht auf das Seckachtal in Richtung Möckmühl.