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Herzlich willkommen im Seckachtal ...

Infos aus dem Rathaus

Liebe Roigheimerinnen, liebe Roigheimer,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

das Jahr 2020 war bisher in Roigheim, wie überall auf der Welt, geprägt vom Thema Covid 19/Corona. So mussten viele Veranstaltungen und Feste ausfallen, was nicht nur für das Miteinander bedauerlich war, sondern für die veranstaltenden Vereine auch enorme finanzielle Einbußen bedeu­tet hat. Allerdings zeigt die aktuelle Situation, dass es notwendig war und ist, hier mit der einen oder anderen Einschränkung zu leben, um nicht zu einem zweiten Lockdown zu kommen.

Auch der Gemeinderat war gezwungen, für Sitzungen in die Authenrieth-Halle zu wechseln oder aber Sitzungen ganz ausfallen zu lassen und seine Tätigkeit auf wichtige Punkte zu beschränken.

Sehr viel Zeit verbrachte man mit dem Thema „Erneuerbare Energien“. Zwischenzeit­lich wurde der Bebauungsplan für die Photovoltaikanlage im Gewann „Himmel“ als Satzung beschlossen, so dass dort wohl 2021 bereits mit dem Bau der Anlage gerechnet werden kann. Ebenso hat man dem Bau ei­ner weiteren Anlage zugestimmt, die im Gewann „Schafbuckel/Ebene“ errichtet werden soll. Hier ist die „ZEAG Erneuerbare Energien“ verantwortlich, wobei die Gemeinde gemeinsam mit der ZEAG nun die BürgerEnergie Roigheim GmbH und Co.KG gegründet hat. Dies bietet in der Folge die Möglichkeit, eine Bürger Energiegenossenschaft zu gründen, an der sich Roigheimer Bürger beteiligen können.

Auch das Thema Bahn und Bahnstrecke hat den Gemeinderat immer wieder beschäftigt. So wurde beschlossen, dass sich die Gemeinde finanziell am Umbau des Bahnsteiges (barrierefrei sowie Erneu­erung von Sitzmöglichkeiten und Wetterschutz) beteiligt. Die geplante Lärmschutzwand wird nach heutigem Stand bereits in den Sommerferien 2021 realisiert werden, in einem Zeitraum, in dem die Bahnstrecke gesperrt ist, da die Kirnau-Brücke zwischen Osterburken und Adelsheim erneu­ert wird. Bereits 2020 ist vorgesehen, Bänke und Wetterschutz im Rahmen eines Konjunkturförde­rungsprogrammes zu erneuern. Der Gemeinderat hat ebenfalls die Leistungen für eine Machbarkeits­studie für eine schrankenlose Querung der Bahnstrecke in Roigheim vergeben. Hier bleibt abzuwar­ten, welche Varianten die Fachleute der Bahn der Gemeinde vorschlagen.

Im Kindergarten Roigheim wurde in den Sommerferien die seit vielen Jahren gewünschte Treppe vom Erd- ins Untergeschoss umgesetzt, so dass die Kinder nun nicht mehr ins Freie müssen, wenn sie den Bewegungsraum nutzen wollen. Die Betreuung wurde auf vier Nachmittage ausgedehnt, um hier dem Wunsch der Eltern nachzukommen.

Dies alles wurde in einem Haushalt festgehalten, der, auch bedingt durch Corona, relativ spät im lau­fenden Jahr beschlossen wurde. Geschuldet ist dies aber auch dem Umstand, dass der Haus­halt erstmals nach dem System der Doppik erstellt wurde. Hier ist die Gemeinde gezwungen, den jährlichen Wertverlust von Gemeindeeigentum (auch Straßen und Wege!) zu erwirtschaften. Dass dies nicht nur die Gemeinde Roigheim vor enorme Probleme stellt, war von vornherein klar.

Die lange monierte schlechte Ausleuchtung des vorderen Bereichs der Zeitstraße wurde durch den Einbau von neuen Leuchten in LED-Technik deutlich verbessert.

Was die Erschließung von Bauplätzen im Baugebiet „Im Wolfshaus“ betrifft, geht die Gemeinde erst­mals einen neuen Weg und beauftragt einen Erschließungsträger. D.h., die komplette Finanzierung, also Kauf der Grundstücke sowie der Bau von Wasserleitungen, Kanälen und Straßen erfolgt durch eine private Firma (KE – LBBW) außerhalb des Haushalts der Gemeinde Roigheim. Erst wenn nach einer gewissen Frist (6-9 Jahre) der Erschließungsträger nicht alle Bauplätze verkaufen konnte, ist die Gemeinde gezwungen, diese zurückzukaufen. Aktuell herrscht eine sehr starke Nachfrage nach den Plätzen. Das Ingenieurbüro Sack und Partner ist gerade dabei, die Ausschreibung fertig­zustellen. Noch vor Weihnachten soll die Vergabe erfolgen. Im Frühjahr 2021 soll mit den Baumaßnahmen begonnen werden, die voraussicht­lich im Herbst 2021 abgeschlossen sein werden.

Ein Thema, das seit vielen Jahren ansteht und vom Landratsamt moniert wird, ist der Anschluss der Höfe am Riedhang sowie der Mühl­bacher Höfe an die Abwasserbeseitigung und damit an die Kläranlage in Roigheim. Hier hat die Ge­meinde zwischenzeitlich einen Zuschuss in Höhe von 80 % der Kosten erhalten und wird im Laufe des Jahres 2021 die Leitungen bis zu den einzelnen Höfen verlegen.

Ein Wunsch, den es seit vielen Jahren gibt: die Attraktivierung des Areals um die Schwefelquelle am Welzbach. Hier hat die Gemeinde über das Sanierungsprogramm einen Zuschuss von 60 % für einen Generationen-Spielplatz erhalten. Es sollen Spielgeräte für Kinder und Jugendliche jeden Alters, aber auch für Erwachsene errichtet werden. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung des Ganzen als relativ aufwändig. Es geht weniger um das Aussuchen und die Montage der Spielgeräte, vielmehr ste­hen enorme planerische und rechtliche Hürden im Weg. So gilt das ganze Areal als Überschwem­mungsgebiet und das Baurechtsamt stuft das Areal als „Außenbereich im Innenbereich“ ein. Damit muss zunächst ein Bebauungsplan erarbeitet werden (der Auftrag wurde erteilt) und vor allen Dingen das Thema "mögliche Überschwemmungen und Hochwasser" muss Einfluss in die Planungen finden.

Sehr erfolgreich hat sich das Thema Ortskernsanierung in den zurückliegenden Jahren entwickelt. Mit der Sanierung des Areals Hauptstraße 52 (Bürgerhaus) wollte man eine Art Initialzündung für private Investoren und Eigentümer schaffen. Im Rückblick muss man sagen, dass dies definitiv gelungen ist. Mehrere Sanierungen und Neubauten liefen im Rahmen  des Sanierungsprogrammes. Weitere Maßnahmen zeichnen sich aktuell ab. Genau das, was die Sanierung will, wurde in Roigheim erreicht: Baulücken im Ortskern schließen, Altbauten sanieren oder abbrechen und die Grundstücke neu bebauen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr

Michael Grimm
Bürgermeister

 

 

 

 

 

 

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